Geschichte & Entwicklung von Fohnsdorf
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Geschichte & Entwicklung von Fohnsdorf

 

GESCHICHTE

Die erste urkundliche Namensnennung von Fohnsdorf erfolgte 1114 als "FANESTORFF". Der Ort war Mittelpunkt eines erzbischöflichen Amtes in dessen 1151 genannten Kornspeicher der Zehent gesammelt wurde. Die 1252 erstmals erwähnte Burg mit 4 bzw. 5 Türmen bot den nötigen Schutz. Die heutige Ruine ist der Rest der nach 1309 wieder errichteten Burg. Fohnsdorf war bis zum Preßburger Frieden (1805) im Besitz des Erzbistums Salzburg. In dem Jahr kam Fohnsdorf an die staatliche Kammerverwaltung, die sie wiederum 1827 in einer öffentlichen Versteigerung an Josef Seßler verkaufte. Zur Herrschaft Fohnsdorf gehörten damals die Ortschaften Fohnsdorf, Sillweg, Rattenberg, Hetzendorf, Aichdorf, Farrach und Zeltweg. Eine erste Korrektur der Gemeindegrenzen erfolgte 1874, als die Ortschaften Zeltweg und Farrach abgetrennt wurden. 1928 wurde der größte Teil der Nachbargemeinde Kumpitz - nämlich Dietersdorf und Wasendorf - und schließlich 1948 Kumpitz selbst - der Gemeinde Fohnsdorf angeschlossen. Die beiden Weltkriege des 20. Jhdt. (1914 - 1918 und 1939 - 1945) hatten auch auf Fohnsdorf schlimme Auswirkungen. Erinnert sei an unzählige Gefallene, Hungersnöte, Zwangsarbeit und bedingungsloser Kohleabbau für die Rüstungswirtschaft verbunden mit vielen Verunglückten. Im Zuge des Wiederaufbaues nach 1945 erlebte Fohnsdorf mit dem Bergbau einen kontinuierlichen wirtschaftlichen Aufschwung, der bis zum Ende der fünfziger Jahre dauerte.

 

BERGBAU & INDUSTRIE

Der Beginn der Kohlegewinnung in Fohnsdorf brachte den wirtschaftlichen Aufschwung mit sich. 1670 wurde unter Fürst Johann Adolf I. Schwarzenberg ein Tagbau 

bei Dietersdorf in Betrieb genommen. Vielfach wurde die Kohle zur Alaunherstellung verwendet (Sudhütte). Erst die Inbetriebnahme der Stahl- und Walzwerke in Judenburg und Zeltweg führte zu einer gewinnbringenden Steigerung des Kohleabbaues. Im Jahre 1881 wurde die später verstaatlichte Österreichische Alpine Montangesellschaft Eigentümer der meisten Fohnsdorfer Bergbaubetriebe. Ab 1889 betrieben sie und andere Eigentümer die gesamte Kohlegewinnung in unserem Ort. Fohnsdorfs erfolgreiche Bergbautradition endete mit der Schließung im Jahre 1978. Fohnsdorf hat aber nicht nur eine lange Bergbautradition, sondern auch eine bemerkenswerte Industrieentwicklung, wie z.B. das seit dem 15 Jhdt. bekannte Hammer bzw. Sensenwerk in Paßhammer, welches später zu einem Stahl- und Walzwerk ausgebaut wurde (1870 - 1901), die "Blech- und Eisenwerke Styria" in Wasendorf ( 1870 - 1942 ), das Hetzendorfer Blechwalzwerk (1872 - 1918 ) und die Hetzendorfer Braunpappenfabrik (1889 - 1916 ), aufzuweisen. 1983 wurde das Bergbaumuseum durch Deutschmann, Köfl und Menapace gegründet.

Weitere Informationen zum Bergbaumuseum Fohnsdorf finden Sie. hier

 

SCHULUNGSZENTRUM

Der Verein Schulungszentrum Fohnsdorf wurde im Jahr 1973 nach der Schließung des Bergbaus gegründet. Vorrangiges Ziel damals war es, den zahlreichen Bergknappen den Umstieg in andere Berufssparten zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Der praktische Ausbildungsbetrieb startete im Jahr 1975. Laufende Investitionen in Technik, Ausstattung und Infrastruktur sowie Weiterentwicklungen im pädagogischen Bereich haben das Schulungszentrum Fohnsdorf in den vergangenen Jahren zu einer der modernsten und innovativsten Bildungseinrichtungen Österreichs werden lassen. 180 hochqualifizierte MitarbeiterInnen ermöglichen jährlich weit über 1500 TeilnehmerInnen aus der gesamten Steiermark und darüber hinaus neue Chancen am Arbeitsmarkt durch Bildung, Höherqualifizierungen und beruflicher Neuorientierung. Seit dem Jahr 1995 ist die Bildungs- und Management-Service GmbH als hundertprozentiges Tochterunternehmen des Schulungszentrum Fohnsdorf auch Ansprechpartner in allen Fragen der Qualifizierung für Betriebe, Kommunen, Vereine und Privatpersonen.

 

THERME AQUALUX

„Vom schwarzen Gold zum flüssigen Gold“. Im Jahre 1940 wollten Bergknappen des Bergwerks Fohnsdorf die Hauptschachttiefe von 830 m auf 870 m vertiefen um

 an weitere Kohlevorräte zu kommen. Bei der Bohrung schoss in einer Tiefe von ca. 847 Metern plötzlich „warmes Wasser“ in den Schacht. Mit 700 l / Min. und einer Wärme von ca. 39° C war sofort klar, dass hier eine Thermalwasserquelle gefunden wurde. Der Schacht war schnell überflutet, wodurch man die enormen Wassermengen mit einem 47 m langen "Betonstoppel" einschloss um weiterhin Kohle zutage befördern zu können. Damals wurde dieser Entdeckung noch wenig Bedeutung zugemessen, da die meisten Menschen im Ort vom Bergbau lebten und der Kohleabbau somit höchste Priorität hatte. Aber diesen historischen Tag hat man in Fohnsdorf nie vergessen. Einige Jahrzehnte später (Ende der 90er) wurde das Interesse an der warmen Quelle wieder größer. Eine Tiefbohrung wurde durchgeführt, wobei die Quelle abermals entdeckt und auf die Wasserzusammensetzung analysiert wurde. Eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigte die Vermutung vieler: beim Wasservorkommen handelt es sich tatsächlich um ein anerkanntes Heilwasser. Nach der Tiefbohrung vergingen weitere 10 Jahre bis schließlich im September 2006 der Spatenstich zum Bau der heutigen AQUALUX Therme Fohnsdorf erfolgte.

Ausflugsziele...

In Fohnsdorf gibt es eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten.


Der Bogen spannt sich von der Aqualux Therme bis zum Bergbaumuseum, von wunderbaren Wandermöglichkeiten bis zum stressfreien Einkaufserlebnis.

Es gibt viel zu sehen.

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